Mit der Digitalisierung der Fotografie und der wachsenden Zahl an Aufnahmegeräten von Smartphones, Kamerahandys, Kompaktkameras bis hin zu kompakten Systemkameras und den digitalen Spiegelreflexkameras wächst die Anzahl an Aufnahmen eines jeden Einzelnen ins Unermessliche. Analysten gehen davon aus, dass mit der Digitalisierung der Fotografie durchschnittlich 500.000 Bilder pro Generation entstehen - zu analogen Zeiten waren es rund 9.000. Wie der Photoindustrie-Verband e.V. berichtet, heißt es da, Ordnung zu behalten und Bilder auf unterschiedlichen Medien zu sichern. Über welchen Schatz jeder Einzelne verfügt, offenbart sich erst bei Verlust, so der Vorsitzende des Photoindustrie-Verbandes, Christoph Thomas.
Sicherungskopien an unterschiedlichen Orten aufbewahren Die Optionen der Bildspeicherung, sind, laut Christoph Thomas, so mannigfaltig wie die Fotografie. Wichtig ist es, sie zu nutzen und auf unterschiedlichen Medien Sicherungskopien anzulegen und diese auch an unterschiedlichen Orten aufzubewahren. Was nützen die besten Sicherungskopien, wenn sich beispielsweise alle am gleichen Ort der Wohnung befinden und dieser von einem Brand heimgesucht wird.
Naheliegend ist die Sicherung der Bilddaten auf der Festplatte eines PCs. Doch auf die Festplatte sollte man sich allein nicht verlassen und die Bilddaten zusätzlich auf CDs, DVDs, BluRay-Disks, Glasdisks, USB-Sticks oder externen Festplatten sichern. Letztere bieten den großen Vorteil, dass sie über ein großes Speichervolumen verfügen und die Ordnerstruktur von der PC-Festplatte übernommen werden kann. Der Nachteil von externen Festplatten ist ihre begrenzte Lebensdauer von durchschnittlich fünf Jahren.
DVDs wird beispielsweise eine höhere Lebensdauer zugeschrieben. Entscheidend für diese ist die Aufbewahrung in Schutzhüllen und im Dunkeln, denn sie sind gegenüber mechanischer Beschädigung und Licht sehr anfällig. Zu beachten ist, dass Datenträger wie DVDs langfristig keine Garantie für eine Zugriffsmöglichkeit liefern. Immer weniger aktuelle Rechner verfügen über Diskettenlaufwerke und SCSI-Anschlüsse für Festplatten sind immer seltener anzutreffen. Unabhängig davon, welches Speichermedium zum Einsatz kommt, so Christoph Thomas, die Daten müssen alle fünf Jahre auf moderne Datenträger umkopiert werden. Wichtig ist es, auf den Datenträgern festzuhalten, wann sie angelegt wurden.
Cloud-Computing eine weitere Option Cloud-Computing bietet Online-Speicher für alle. Es ist daher nicht verwunderlich, so Christoph Thomas, dass die Tendenz der Bilddatensicherung klar in diese Richtung geht. Voraussetzung ist jedoch ein schneller Internetzugang mit einer Datenflatrate. Die Bilddaten werden via Internet sozusagen in die Wolke auf einen Server ausgelagert. Immer mehr Anbieter stellen kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr Speicherplatz zur Verfügung, der von Profifotografen schon intensiv genutzt wird. Man erhält einen passwortgeschützten Bereich und kann von überall auf der Welt, wo Internet verfügbar ist, auf seine Bilddaten zugreifen. Wichtig ist es, im Vorfeld die Nutzungsbedingungen zu studieren und regelmäßig zu prüfen, wie der Anbieter sein Angebot pflegt. Auf Cloud-Computing allein sollte man jedoch nicht setzen, denn, wenn der Anbieter von heute auf morgen vom Markt verschwindet, hat man keinen Zugriff mehr auf seine Bilddaten.
Ausdrucke - Langlebigkeit garantiert Die elektronische Datensicherung verlangt nach regelmäßiger Prüfung und dem gegebenenfalls Umkopieren auf aktuelle Speichermedien. Hinzu kommt die Notwendigkeit einer funktionierenden Computerstruktur. Ausdrucke, zum Beispiel in Form von Fotobüchern, sind, laut Christoph Thomas, nicht nur ein visuelles Erlebnis, sondern sie sind für die Bildsicherung prädestiniert. Werden die Bilddaten formatfüllend zu Papier gebracht, so ist es bei Verlust des digitalen Bilddatensatzes sogar möglich, diese wieder zu digitalisieren. Zahlreiche der 1.200 erwarteten Aussteller der photokina, die vom 18. bis 23. September 2012 in Köln ihre Tore öffnet, werden Lösungen der Bildsicherung den rund 180.000 erwarteten internationalen Messebesuchern präsentieren. PIV, 17/VI/2012 - 19. Juni 2012 19.6.12 13:59
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